Wiesensalbei - Salvia pratensis

Die himmlische Hochzeit

Aus dem Buch:

 

der Tanz des Lebens, aufnehmend, abgebend, die Schöpfung selbst

*

meine Blüte ist weiblich und doch ist beides in mir, weibliche und männliche Anteile, so wie auch bei dir

*

ich gebe dir die Freiheit zurück, wählen zu dürfen, wer du sein möchtest, wie du sein möchtest und was du sein möchtest

 

 

 

 

Salvia pratensis Pflanze mit Blüten
Wiesensalbei

Salvia pratensis

Foto: Karin Leffer

Interessantes über den Wiesensalbei

und ihre Anwendung als Heilpflanze

Der Name kommt vom lateinischen salvare = heilen, retten.

 

Die Blüten haben einen Hebelmechanismus zum Öffnen der Blüten, den meistens die Hummeln oder Bienen bedienen, um an den Nektar zu gelangen. Dabei biegen sich die Staubbeutel über die Hummel, um ihren Pollen zu entleeren.

 

In dem Buch „Universal-Lexicon der practischen Medicin und Chirurgie Band 12“ von 1844 steht folgende Beschreibung:

Sie wird zu Bädern benutzt und statt des Hopfens dem Biere beigemischt, was dadurch berauschend wird. Man benutzt sie in Weinländern, um dem Weine diesen Character zu geben, beim Bierbrauen, um das Bier berauschend zu machen.

 

In einem Infoblatt über den Wiesensalbei des Landschaftspflegeverbandes Würzburg steht folgendes:

Der Arzt und Botaniker Leonhart Fuchs 1543:

Demnach solle der Salbeisamen mit Wein getrunken „zu den ehelichen Werken“ reizen.

Ein interessantes neuzeitliches Einsatzgebiet belegt der Pharmazeut Philipp Lorenz Geiger 1839 in seinem Handbuch „Pharmaceutische Botanik“: „Man soll das Kraut anstatt des Hopfens dem Bier beimischen, wodurch es sehr berauschende Eigenschaften erhält.“ So gesehen scheint Leonhart Fuchs´ Tipp für mehr prickelnde Ereignisse im Ehebett dank Wiesensalbei nicht ganz aus der Luft gegriffen.

 

Das passt doch wunderbar zu dem Thema, den der Wiesensalbei selbst von sich erzählt: er steht für die himmlische Hochzeit – die Verbindung der männlichen und weiblichen Energie.

 

Heute wird der Wiesensalbei, der die Wiesen so bunt färbt kaum noch verwendet, weil der Gartensalbei (Salvia officinalis) wesentlich mehr Wirkstoffe enthält. Doch wenn dieser nicht zur Hand ist, kann er durchaus bei den gleichen Indikationen verwendet werden.

 

Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungsapparates stehen dabei im Vordergrund. Der Wiesensalbei enthält östrogenartige Substanzen und hilft in den Wechseljahren gegen Hitzewallungen und Schwitzen. Als Tee auch gegen Zahnfleischentzündungen, als Bäder gegen Hautekzeme. Hildegard von Bingen verwendet den Salbei (Salvia officinalis) als Nieren- und Blasenheilmittel, was ich voll bestätigen kann. Er hat mir einmal vor vielen Jahren bei einer heftigen Blasenentzündung rasch geholfen.

 

 

Weitere Informationen und Quellen