Sumpfschachtelhalm -              Equisetum palustre

Reinigung, Klarheit, Struktur

Aus dem Buch:

Ich bin strukturiert und gebe Struktur

*

 das Spiegelbild im Wasser und das Wiedererkennen im Nachbarn

du siehst nur das, was du selbst bist

*

Klarheit um dich herum

 glasklare, glitzernde Wassertropfen wie Schmuckstücke, wie Diamanten

*

die Weisheit zwischen Struktur und Auflösung zu leben

Equisetum palustre Pflanze
Sumpfschachtelhalm

Equisetum palustre

Foto: Karin Leffer


Interessantes über den Sumpfschachtelhalm

Der Sumpfschachtelhalm hat für Weidevieh giftige Inhaltsstoffe. Sie zerstören das Vitamin B1 und das führt dazu, dass z.B. die Tiere das Taumeln anfangen. Ein weiterer Inhaltsstoff bleibt im Heu über Jahre erhalten und führt zu Lähmungen und zur Abnahme des Milchertrags bei Kühen.

 

Beim Menschen sind keine Vergiftungen bekannt, trotzdem sollte der Sumpfschachtelhalm nicht in Tee-Mischungen enthalten sein. Deshalb ist es wichtig, den Sumpfschachtelhalm vom Ackerschachtelhalm unterscheiden zu können. Dazu gibt es eine gute und informative Internetseite, denn es ist nicht so einfach die beiden Arten zuzuordnen:

 

www.krautundwurzel.com/2016/07/24/unterschiede-ackerschachtelhalm-giftigen-sumpfschachtelhalm/

 

Ich rate deshalb den Sumpfschachtelhalm nur bei Räucherungen zu verwenden.

 

Der Sumpfschachtelhalm wird gerne zur Uferbepflanzung von Gartenteichen verkauft. Er sieht sehr dekorativ aus.

 

 

Interessantes über den Ackerschachtelhalm

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

Er wächst auf Feldern, Wiesen, Äckern und an Wegrändern. Ein anderer Name ist Zinnkraut, denn er wurde und wird zum Polieren des Zinns benutzt. Die enthaltenen Kieselsäurekristalle und die Saponine (Seifenstoffe) sorgen für die Reinigung. Ackerschachtelhalm wird als Färbemittel für eine gelb-grüne Farbe für Wolle oder Ostereier verwendet. Er hilft im Garten als Spritzmittel gegen Pilzbefall, wie weißer Mehltau. Dazu wird eine Pflanzenjauche angesetzt. Es wird ein mit Wasser gefüllter 10l-Eimer mit 2 Bündel frischem Ackerschachtelhalm versetzt und 2-3 Wochen zur Gärung stehen gelassen. Die Jauche kann pur oder verdünnt als Gießwasser oder Spritzmittel direkt auf die betroffenen Stellen gegeben werden.

 

Im Ackerschachtelhalm sind vor allem Kieselsäure, Mineralstoffe, Saponine sowie einige ätherische Öle enthalten, die die Heilwirkung ausmachen. Die Inhaltsstoffe erhöhen die Aufnahmefähigkeit für Natrium und helfen bei einem gestörten Magnesiumhaushalt.

Auf der Internetseite dynamica-kurse.ch wird folgendes berichtet: «Im Schachtelhalm sind diejenigen Kräfte verkörpert, die für eine klare Gliederung und Strukturierung des Denkens und der Formbildeprozesse erforderlich sind.», sagt Roger Kaltermatten von der Ceres Heilmittel AG. Er war es auch, der mir mit einer Pflanzenlupe die winzigen Kieselsäurekristalle an den Blattunterseiten zeigte. Da staunt man, es glitzert und glänzt von winzigen Kristallen! Die Pflanze ist derart mineralienhaltig, dass sie kaum weiss wohin mit all der Kieselsäure. Kauen Sie ein kleines Pflanzenteil im Mund, knistert und chroset es, unglaublich! Der Schachtelhalm ist Pflanze gewordenes Mineral. Ausser der grossen Menge an Kieselsäure sind es Kaliumsalze, Calcium, Magnesium, Aluminium, Eisen und Mangan. Für die ausleitende Wirkung ist besonders das Kalium verantwortlich.

 

 

Anwendung der Heilpflanze Ackerschachtelhalm

Wirkung:

blutreinigend

entzündungshemmend

harntreibend

schleimlösend

adstringierend (zusammenziehend)

blutstillend

antioxidativ

 

Anwendung:

Gelenkschmerzen

Arthrose

Rheuma

Gicht

Nierenentzündungen

Blasenentzündungen

Ödeme

Wassersucht

Inkontinenz

Husten

Durchblutungsstörungen

Juckreiz

 

Zubereitung für einen Tee:

1 TL getrocknetes Ackerschachtelhalmkraut mit 300ml Wasser 20 Min. kochen, damit sich die enthaltene und wichtige Kieselsäure und die anderen Mineralien lösen. Das verdampfte Wasser wird ergänzt.

 

Innerliche Anwendung des Tees:

3x tägl. kann eine Tasse getrunken werden, z.B. bei Harnwegsinfektionen und Nierengrieß

 

Äußerliche Anwendung des Tees:

als Wickel:

Ein Tuch oder eine Mullbinde wird mit dem abgekühlten Tee angefeuchtet und um die Stelle gewickelt, z.B. um entzündete und schmerzende Gelenke (der Tee kann färben, siehe oben, deshalb die Tücher nicht zu nass machen).

 

als Bad:

für ein Vollbad benötigen Sie ca. 150g getrockneten Ackerschachtelhalm, der zu einem Tee gekocht wird und anschließend ins Badewasser gegeben wird.  Die Kieselsäure des Ackerschachtelhalms, die durch ein Bad von der Haut aufgenommen wird, sorgt für die Straffung des Bindegewebes, regt die Durchblutung an und wirkt lindernd bei Krampfadern, Blasenentzündungen und Prostatabeschwerden.

 

 

Weitere Informationen und Quellen