Borretsch - Boragia officinalis

Der Clown

Aus dem Buch:

ich stecke jeden an mit meiner Lebensfreude

*

ich gebe dir die Kraft, dein wahres Gesicht zeigen zu können

*

jetzt darfst du wieder Witze machen und fröhlich sein - jetzt bist du kein tragischer Clown mehr - jetzt bist du frei –

jetzt bist du – du selbst

Boragia officinalis Pflanze mit Blüten
Borretsch

Boragia officinalis

Foto: Karin Leffer

Interessantes über den Borretsch

Nie werde ich die schamanische Reise zum Geist der Borretschpflanze vergessen. Sofort zeigte er sich mir als fröhlicher Clown, bekleidet mit seinen wirren Blättern. Als ich später nachforschte, kam tatsächlich zutage, dass man ihm fröhlich machende Eigenschaften schon in der Antike zuschrieb. Plinius schrieb treffend: „Ich, Borretsch, bringe immer Freude“.

 

Der Text, den ich dann während der homöopathischen C4-Verreibung erhielt, vertiefte dieses Thema: Ein Clown, der sein trauriges Gesicht hinter einer Maske der Fröhlichkeit versteckt, möchte geheilt werden, so dass echte und authentische Fröhlichkeit entsteht. Aus Trauer kann Wut entstehen und damit eine Störung im Leber- und Gallenmeridian nach der Akupunkturlehre. Die Kelten schrieben dem Borretsch mutmachende Eigenschaften zu und auch der Name Borretsch könnte vom keltischen Wort „borrach“ stammen, was Mut bedeutet. Mut ist die positive Eigenschaft des Leber- und Gallenmeridians.

 

Traditionell wird Borretsch seit sehr langer Zeit in der Küche verwendet. Er ist Bestandteil der Frankfurter grünen Soße. Die Blätter des Borretschs werden in Salaten gegessen, in Suppen gekocht oder als Gemüse ähnlich dem Spinat verwendet. Südlich der Pyrenäen im spanischen Aragon ist Borretsch ein fester Bestandteil der traditionellen Küche. Dort wird er zu Kartoffeln mit Knoblauch gereicht.

 

Borretsch enthält kleine Mengen (etwa 10 mg pro Kilogramm getrocknete Pflanze) verschiedener Pyrrolizidinalkaloide, die als toxisch für die Leber gelten. Deshalb meint man eine therapeutische Anwendung von Blüten und Kraut als nicht vertretbar beurteilen zu müssen und hat diese uralte Heilpflanze aus dem offiziellen therapeutischen Arsenal verbannt. Aber wer isst schon 1kg getrocknete Borretschblätter? Es gilt wie immer: Die Menge macht´s, ob etwas Gift oder Arznei ist.

 

Die Bienen jedenfalls kümmert das nicht. Sie sammeln den reichlichen Nektar aus den Borretschblüten. Von einem mit Borretsch bestandenen Hektar Ackerland lassen sich Honigerträge zwischen 59 und 211 kg pro Blühsaison erzielen.

 

 

 

Anwendung als Heilpflanze

Das Samenöl enthält reichlich Omega-6-Fettsäuren und Gamma-Linolensäure.

Borretschöl wird deshalb für folgende Erkrankungen und Beschwerden verwendet:

 

Neurodermitis

juckende Haut

trockene und schuppende Haut

bei starkem Husten zur Schleimlösung

akute und chronische Bronchitis

Prämenstruelles Syndrom (PMS)

 

 

Weitere Informationen und Quellen