Fliegenpilz - Amanita muscaria

Die göttliche Verbindung

 

Aus dem Buch:

Schicksalsfäden - Urds Netz

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

und die Auflösung der Zeit

*

Verbindungen schaffend

Kommunikation

*

der Tanz des Lebens -

weiß-rot-schwarz

*

das Tor zur Seele

Amanita muscaria, mehrere Pilze, Fruchtkörper
Fliegenpilze

Amanita muscaria

Foto: Karin Leffer


Interessantes über den Fliegenpilz

Der Fliegenpilz ist ein Bestandteil in der berühmten Hexenflugsalbe. Diese wird aber nur äußerlich aufgetragen. Von inneren Anwendungen rate ich ab, wenn man Kontakt mit dem Fliegenpilzgeist aufnehmen möchte, denn die psychedelischen Inhaltsstoffe schwanken um 500%. Eine bessere Variante ist es eine Trommelreise mit einer schamanischem Trommelgruppe zu unternehmen. Dabei wird ein Stück eines Fliegenpilzes in Herznähe in der Hand gehalten. Der Fliegenpilz lässt sich trocknen und kann so gut aufbewahrt werden und wurde ursprünglich im getrockneten Zustand zur Wintersonnenwende rituell verwendet. Es ist die Zeit zwischen den Jahren, die symbolisch für diesen Übertritt steht, die Zeit der wilden Jagd. Es ist auch die Zeit, in der das Orakel befragt wurde in den 12 heiligen Nächten, für jede Nacht ein Monat. Vielleicht waren es auch 13 Nächte, für jeden Mond eine Nacht. Deshalb werden traditionell an Weihnachten die Farben rot und weiß verwendet, die Farben des Fliegenpilzes. Und man findet ja auch heute noch Fliegenpilze an Adventsgestecken oder am Christbaum, der den Weltenbaum Irminsul oder Yggdrasil darstellt. Eine starke Ähnlichkeit weißt der Fliegenpilz mit dem Weihnachtsmann oder Nikolaus auf, ebenfalls in rot-weiß, wie er sich mir in der Trommelreise gezeigt hat (siehe Bild im Band I). Der Nikolaus, der mit seinem Schlitten aus einer anderen Welt kommt mit seinen Geschenken und genau weiß, was die Menschen(-kinder) getan oder nicht getan haben oder der Weihnachtsmann, der ebenfalls vom Himmel durch den Schlot ins Haus kommt.

Findet man Fliegenpilze im Wald, dann sind die Steinpilze oft nicht sehr weit und umgekehrt natürlich genauso.

 

Anwendung im Schamanismus

Möglichkeiten der Anwendung

Achtung! Giftig!

 

Das meiste Gift befindet sich in der Huthaut.

 

Die Vergiftungserscheinungen werden folgendermaßen beschrieben:

 

Es treten Symptome auf, die einem Alkoholrausch ähneln: Verwirrung, Sprachstörungen, Störungen der Bewegungen, starke motorische Unruhe, Weitstellung der Pupillen, Mattigkeit. Je nach Stimmungslage entstehen Angstgefühle und Depressionen, Gleichgültigkeit oder Euphorie bis hin zu seligem Glücksrausch. Typisch sind Störungen des Persönlichkeits-, Orts- und Zeitgefühls. Gefühle des Schwebens, von überdurchschnittlichen Körperkräften, von Farbillusionen und seltener von echten Halluzinationen. Zittern, Krämpfe und Muskelzuckungen werden häufig beobachtet. Ein tiefer Schlaf beendet dann meist nach 10 bis 15 Stunden das sogenannte Pantherina-Syndrom. Die Konsumenten sind danach meist einigermaßen erholt und ohne Erinnerung an die durchgemachte Vergiftung. Nur in seltenen Fällen bleiben für einige Zeit Spätfolgen bestehen: Interessenlosigkeit, leichte Ermüdbarkeit, Gedächtnisschwäche. Die Leber kann durch das Gift einen Schaden davontragen.

 

Der Ethnobotaniker Christian Rätsch, sowie Wolfgang Bauer berichten in ihren Büchern von der Anwendung des Fliegenpilzes im Schamanismus.

 

Von Trocknen und Pulverisieren, über Suppen, Tee oder Schnaps, kann er auch getrocknet geraucht werden. Allerdings ist die Dosierung schwierig, weil die psychedelischen Inhaltsstoffe wie schon erwähnt um 500% schwanken können.

 

 

Weitere Informationen und Quellen

Links:

www.zauberpilzblog.net/fliegenpilze-kaufen-amanita-muscaria

www.prognostik.com/visionaere-fliegenpilz-rituale

 

Bücher:

RÄTSCH, Christian

1995 »Äk kib lu’um: ‚Das Licht der Erde‘ – Der Fliegenpilz bei den Lakandonen und im alten Amerika«, Curare 18(1): 67-93.

 

Wolfgang Bauer, Der Fliegenpilz: Geheimnisvoll, giftig und heilsam - Die Wurzeln von Mythen, Märchen und Religion, AT Verlag