Waldgeißblatt - Lonicera periclymenum

Der Wanderer

Aus dem Buch:

ich ranke mich von Baum zu Baum,

von Ort zu Ort,

ein Wanderer zwischen den Welten

*

ich öffne meine Blüten für dich in der dunkelsten Stunde deines Lebens,

um dir meinen Duft zu schenken

*

ich bin ein Wanderer und gehe mit dir, bis du deine Heimat gefunden hast,

bis du bei dir selbst ankommst, bis du weißt, dass du überall zuhause bist, wenn du bei dir angekommen bist

 


Lonicera periclymenum

Interessantes über das Waldgeißblatt

So ganz plötzlich stand ich mitten im Wald vor dem Waldgeißblatt, überrascht zwischen den Bäumen auf einer kleinen Lichtung so herrliche Blüten zu finden. Ihren Duft verteilen sie erst wenn der Abend beginnt und ziehen damit die Nachtfalter an. Wild schlingend hatten sich die Ranken bis hoch hinauf gearbeitet, das Licht suchend.

 

Das Waldgeißblatt wächst im Uhrzeigersinn gedreht um Baumstämme, Äste oder Klettergerüste. Es hinterlässt durch seine Umklammerung der Äste schraubenförmige Einkerbungen. Manche Lebenshölzer von den Elfins in Großbritannien sind aus solchen vom Waldgeißblatt spiralförmig geformten Ästen und Zweigen.

 

Die Beeren des Waldgeißblattes sind giftig. Sie verursachen Brechdurchfälle und Reizungen des Verdauungstraktes.

 

 

Anwendung des Wald- und Gartengeißblattes als Heilpflanze

Früher wurde die Rinde zu Heilzwecken eingesetzt. Heute nutzt man die Blätter und Blüten. Bekannt ist das Gartengeißblatt (Lonicera caprifolium) besonders durch die Bachblüten unter ihrem englischen Namen Honeysuckle.

 

 

Anwendung

Verwendung: Innerlich und Äußerlich

Angina, Halsweh, Stimme weg,

Husten, Reizhusten

 

Wirkung:

adstringierend, antiseptisch (keimtötend), harntreibend, schweißtreibend, wundreinigend

 

 

Bachblütentherapie Nr. 16 Gartengeißblatt

Thema von Honeysuckle:

An der Vergangenheit festhalten, kein Interesse an der Gegenwart. Deshalb häufig eine Bachblüte für ältere Menschen.

Heimweh

Trauer um verpasste Gelegenheiten, um Verstorbene, Verlust des Partners

 

 

Homöopathie Waldgeißblatt

Reizbarkeit mit heftigen Wutausbrüchen aus unterdrückter Wut heraus

 

Lonicera-Patienten haben Leberbeschwerden (in Übereinstimmung mit der Akupunktur-Lehre. Dort stehen der Lebermeridian und der Gallemeridian für Mut und im Negativen für Wut – „Gift und Galle spucken“). Aus nicht richtig verarbeiteter Trauer entwickelt sich oft Wut, was die Verbindung zum Thema der Bachblüte herstellt.

 

Außerdem ein reizbares hochsensibles Nervensystem und kein gesundes Verhältnis zur Wut. Als Kinder wurden sie evtl. nicht ernst genommen und unterdrückt. Daraus entwickelt sich gerne Asthma

 

„Da mich sowieso niemand wirklich versteht, verhalte ich mich bockig und begegne allem was auf mich zukommt mit Sturheit." In diesem Satz ist das Thema ebenfalls sehr gut wiedergegeben.

 

Dr. med. Johann Josef Kleber beschreibt Lonicera so: „Sie suchen eine Liebesbeziehung mit Leidenschaft, denn sie wollen Schmetterlinge im Bauch fühlen. Oftmals wird diese Liebe sozial nicht akzeptiert. Es gibt Probleme mit der Umwelt (Romeo und Julia).

 

Es ist eine große Liebe, die eine große Bühne für ihre Gefühle braucht. Dazu gehört ein guter Schuss Dramatik. Es ist eine Liebe voller Romantik. Das alles deckt astrologisch das 5. Haus ab und die Liebe wird astrologisch durch die Venus angezeigt. Also Venus im 5. Haus.

Was heißt „sozial nicht akzeptiert?" Den Schlüssel dazu hält die Indikation <Asthma> in der Hand. Diese Psychosomatose steht pathologisch auf drei Beinen. Eines davon ist der Bronchospasmus, der Krampfzustand der Bronchien. Er zeigt ein flehentliches Erzwingen an, eine intensive Art, mit anderen Menschen umzugehen. Die Arzneipersönlichkeit Lonicera periclymenum hat in Beziehungen eine Alles-Oder-Nichts-Einstellung, wie in der Geschichte von Romeo und Julia. Sie nehmen es nicht hin, wenn die Gesellschaft sagt: „Diese Beziehung soll nicht sein!“ Das führt zu Konflikten und astrologisch ist es ein Pluto im 1. Haus. Menschen mit dieser Plutostellung haben einen starken Wunsch nach Verschmelzung. Deshalb haben sie sehr viel oder gar keinen Sex. (Wundern Sie sich nicht, wenn sie diesen Widerspruch aufs erste Mal nicht verstehen. Ich habe auch lange dazu gebraucht.)“

Quelle: Dr. med. Johann Josef Kleber: www.naturmedinfo.de