Hirtentäschel - Capsella bursa pastoris

Geben und Nehmen

Aus dem Buch:

ein Diener der Hebammen und

Weisen Frauen

*

Blut stillend und Wehen fördernd

das Blut – der Lebenssaft

*

Geben und Nehmen im Gleichgewicht und die Weisheit, die darin liegt

die Grenzen erkennen, einhalten und respektieren

*

der Hüter der Lebenskraft

Capsella bursa pastori ganze Pflanze mit Blüten
Hirtentäschel, ganzer Stock
Capsella bursa pastoris Pflanze mit Blättchen und Blüten
Hirtentäschel. Blättchen

Capsella bursa pastoris

Fotos: Karin Leffer


Interessantes über das Heilkraut Hirtentäschel

Das Hirtentäschel wächst sehr dünn nach oben, hat nur am Grund eine Blattrosette und wird dadurch kaum wahrgenommen. Auffallend sind seine umgekehrt herzförmigen Samentaschen, die sich von anderen Pflanzen sehr unterscheiden und an der die Pflanze leicht erkennbar ist. Die Form der Samentaschen gab der Pflanze ihren Namen, denn die Ledertaschen der Schafhirten hatten im Mittelalter traditionell diese Form. Auch im Englischen heißt die Pflanze so: Shepherds purse – Geldbörse der Hirten.

 

Das Hirtentäschel ist eine der Pflanzen, die sich über die gesamte Erde verteilt hat. Was für eine Kraft, die in dieser filigranen Pflanze steckt. Da das Hirtentäschel das Wachstum nur auf das Äußerste beschränkt und ihre Lebenskraft nicht unnütz vergeudet, gilt sie in der Signaturenlehre als eine Pflanze, die hilft die Lebenskraft zu bewahren.

 

Hier erkennen wir bereits, dass diese feine Pflanze zwei Seiten hat. Eine gebündelte Kraft, die es ihr ermöglicht sich überall hin zu verbreiten und auf der anderen Seite eine Form, die sich auf das Allernötigste beschränkt – kleine Blättchen und winzige wunderschöne Blütchen, wenn man sie einmal genau in Augenschein nimmt. So ist auch ihre Heilwirkung. Auf der einen Seite dämmt sie ein und bewahrt die Energie, auf der anderen Seite sorgt sie für mehr Kraft.

 

 

Anwendungen der Heilpflanze

Sie war und ist eine der wichtigsten Heilpflanzen der Hebammen, denn sie reguliert die Menstruationsblutungen der Frauen. Sie hat eine blutstillende Wirkung. Bei zu starken Blutungen hilft sie das Verströmen dieser Lebenskraft zu verhindern, sie hilft bei unregelmäßigen Blutungen, z.B. in den Wechseljahren.

Sie kann jedoch auf der anderen Seite die Menstruation auslösen und fördern.

 

Als Tee wird sie eingesetzt, um die Nachblutungen nach der Geburt zu minimieren.

Sie wirkt zusammenziehend auf die Muskeln der Gebärmutter und fördert die Wehen und die Menstruation. Ein Grund, warum Hirtentäschel nicht während der Schwangerschaft angewendet werden soll, weil sie zu Fehlgeburten führen kann, sondern nur bei der Geburt, damit sie leichter und schneller voran geht.

 

Nasenbluten, Nierenblutungen und Magenblutungen sind ebenfalls Anwendungsgebiete.

 

Sie reguliert den Blutdruck und zwar wieder in beide Richtungen. Zu hoher Blutdruck wird gedämmt, zu niedriger Blutdruck angeregt.

 

 

Weitere Informationen und Quellen